Die Grippe – eine ernste Erkrankung


Was unterscheidet die Grippe von einem Infekt?
Wann fängt die Grippe-Saison an und wer sollte sich impfen lassen?
Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen.

 

Anzeichen einer Erkältung sind im Normalfall noch kein Grund zu übertriebener Sorge. In neunzig Prozent aller Fälle handelt es sich um einen meist harmlosen grippalen Infekt. Verursacht wird er vor allem durch sogenannte Rhino-Viren – aber auch durch etwa 200 andere Viren.

Im Unterschied zum grippalen Infekt ist eine Grippe eine akute Infektion mit Influenza-Viren, die außerordentlich schwer verlaufen kann. Im schlimmsten Fall verläuft sie sogar tödlich.  Hier kann eine Grippeimpfung helfen!

 

Übertragung & Symptome

Übertragen wird der Krankheitserreger beim Reden, Niesen oder Husten – bereits geringe Virusmengen reichen aus. Typisch für eine echte Grippe ist ihr plötzlicher Beginn. Zu den häufigsten Symptomen zählen:

  • Fieber von 38 bis 40º C
  • Muskel- und Gliederschmerzen
  • trockener Husten
  • Halsschmerzen
  • Schüttelfrost
  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit

 

Wer sollte sich impfen lassen?

Bei Menschen ab 50 Jahren nimmt die körpereigene Immunabwehr altersbedingt ab. Dadurch wird ihr Immunsystem für ansteckende Krankheiten anfälliger. Die Grippe verläuft dann meist stärker, hält länger an und kann mit schweren teils lebensbedrohlichen Komplikationen einhergehen.

Daher wird allen Über-50-Jährigen, aber auch Menschen mit chronischen Krankheiten (etwa chron. Lungen-, Herz-, Nieren- und Stoffwechselerkrankungen, Diabetes) oder mit schwachem Immunsystem, Säuglinge und Kleinkinder und Schwangere ab dem dritten Monat die Grippeimpfung empfohlen. Unabhängig von Alter und Gesundheitszustand sind auch Menschen mit vielen täglichen Personenkontakten besonders ansteckungsgefährdet. Dazu gehören Lehrer, Erzieher und Menschen, die in Kliniken arbeiten. Außerdem wird Bewohnern von Pflege- oder Altersheimen eine Impfung empfohlen.

 

Wann ist eine Impfung nicht empfehlenswert?

Wenn Sie bereits an einem akuten Infekt leiden – zum Beispiel eine Erkältung oder Fieber (> 38,5°) haben – warten Sie, bis Sie vollständig genesen sind und Ihr Immunsystem stark genug für den Impfstoff ist.

 

Wann ist der beste Zeitpunkt für die Grippeimpfung?

Der Herbst ist ein guter Zeitpunkt, da die meisten Grippefälle im Januar und Februar auftreten. Bis der Impfschutz sich vollständig aufgebaut hat, benötigt der Körper etwa ein bis zwei Wochen. Die Impfung muss jedes Jahr aufgefrischt werden, da sich das Grippevirus  ständig verändert und der Impfstoff daran angepasst wird. Die Wirkung der Grippeimpfung hält etwa ein halbes Jahr an.

 

Welche Nebenwirkungen und Reaktionen gibt es?

Das Ziel einer Impfung ist der Aufbau von Abwehrmechanismen im Körper. Hierzu werden die Krankheitserreger in abgeschwächter oder inaktivierter Form verabreicht. Dadurch wird das Immunsystem angeregt, einen Schutz vor den eigentlichen Krankheitserregern aufzubauen. 

Die gespritzten Krankheitserreger können zu leichten Reaktionen, aber auch zu Nebenwirkungen führen. Gelegentlich kann es nach der Impfung zu einer Rötung oder Schwellung an der Einstichstelle kommen. In den ersten Tagen können außerdem Frösteln, Müdigkeit, Übelkeit sowie Kopf- oder Gliederschmerzen auftreten.

 

Schützt eine Impfung in jedem Fall?

Nein, einen hundertprozentigen Schutz vor Grippe gibt es nicht. Die Unsicherheit betrifft vor allem Ältere, deren Immunsystem generell weniger gut auf Impfungen anspricht. Sie hat aber auch mit den sich ständig ändernden Viruseigenschaften zu tun. Deshalb kann es auch bei Geimpften zu einer Influenza-Erkrankung kommen, in der Regel aber mit milderem Verlauf. Zu einer Erkrankung kann es auch kommen, wenn sich jemand kurz vor der Impfung ansteckt oder der Impfschutz noch nicht vollständig aufgebaut wurde.

 

Wie können Sie die Ansteckungsgefahr senken?
  • regelmäßiges Händewaschen mit Seife
  • regelmäßiges Lüften (3 bis 4x/Tag je 10 Min.)
  • hygienisches Husten und Niesen (Husten und niesen Sie in Ihren Ärmel und halten Sie Abstand zu anderen Personen)
  • Krankheit zu Hause auskurieren